Suche |  Sitemap |  Impressum |  Kontakt 


Förderpreis "Kein Kind ohne Sport!" 2016: Sportjugend und Partner zeichnen vier Sportvereine aus

Die Sportjugend zeichnete in Damp vier Sportvereine mit dem diesjährigen Förderpreis „Kein Kind ohne Sport!“ aus: Der SC Gut Heil Neumünster, die Sportfreunde Bordelum (Nordfriesland), der TSV Husum (Nordfriesland) sowie der TSV Silberstedt (Schleswig-Flensburg) wurden für ihr besonderes Engagement zugunsten sozial benachteiligter Kinder geehrt. Neben der Auszeichnung können sich die Vereine über eine zweckgebundene Förderung in Höhe von jeweils 2.000,- EUR freuen.

Die Preisträger wurden von einer Jury aus insgesamt 69 Vereinsbewerbungen ermittelt. Dabei überzeugten diese vier Vereine durch ihre herausragenden und erfolgreichen Angebote im Sport für alle Kinder, unabhängig von Handicaps und sozialer oder kultureller Herkunft. Die Laudationes für die geehrten Vereine finden Sie im Anhang.

Gestiftet wurde der Förderpreis erneut von der Autokraft GmbH sowie der Firmengruppe Hugo Hamann, Heinr. Hünicke und Jacob Erichsen. In diesem Jahr wird er außerdem durch das Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten des Landes Schleswig-Holstein aufgestockt.

Die Verleihung erfolgte im Rahmen der Landesfachtagung „Sport verbindet!“ durch Hans-Jakob Tiessen (Präsident des Landessportverbandes Schleswig-Holstein), Marion Blasig (stellv. Sportjugend-Vorsitzende sowie Vorsitzende der Förderpreis-Jury), Sven Thomsen (Niederlassungsleiter der Autokraft GmbH), Michael Meuel (Geschäftsführer der Firmengruppe Hugo Hamann) sowie Gunda Spennemann-Gräbert (Referatsleiterin im Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten).

SC Gut Heil Neumünster - Förderung in Höhe von 2.000,- EUR

Unter dem Motto „Chancen eröffnen – Teilhabe sichern“ entwickelte der SC Gut Heil Neumünster ein breit angelegtes Konzept, um den Kindern und Jugendlichen in seinem städtischen Umfeld einen Weg in den organisierten Sport zu ebnen. Mit Hilfe einer vielfältigen Angebotspalette möchte der Sportclub allen jungen Menschen, unabhängig von einer Vereinsmitgliedschaft, die Möglichkeit der aktiven Teilhabe am Sportgeschehen eröffnen. Beispielsweise bietet der Verein ein kostenloses Ferienprogramm an, in dessen Rahmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verschiedene Sportarten ausprobieren und ihrer Leidenschaft an der Bewegung nachgehen können. Außerdem organisiert der SC eine jährlich stattfindende Freizeit, die gerade den Kindern und Jugendlichen aus sozial schwachen Familien sportlich bewegte Ferien ermöglichen soll. Um bereits die Kleinsten für ein aktives Leben zu motivieren und die Kinder direkt in ihrem Alltag für den Sportverein zu begeistern, kooperiert der SC Gut Heil mit vier Schulen und einer Kindertagesstätte. Aus diesen umfangreichen Kooperationen ergeben sich dann zusätzlich neue Ideen und Ansätze zur Intensivierung der Zusammenarbeit. Für die Inklusion von jungen Menschen mit geistigen und körperlichen Handicaps engagiert sich der Neumünsteraner Verein ebenso vorbildlich. So gründete man eine inklusive Turngruppe sowie die Handballmannschaft „Handiball“. Seither repräsentieren die jungen Teammitglieder mit und ohne Handicap ihren Verein bei überregionalen Turnieren. In diesem Jahr konnten sie sich sogar für die „Special Olympics“ qualifizieren. Als Stützpunktverein des Bundesprogramms „Integration durch Sport“ macht man sich beim SC Gut Heil außerdem für die Integration von Kindern und Jugendlichen stark. Auch bei der Einbindung von minderjährigen unbegleiteten Flüchtlingen in den Sport und die Gesellschaft, spielt der Verein eine zentrale Rolle. In allen Vereinssparten können die Flüchtlinge und Asylbewerber ihrer sportlichen Leidenschaft nachgehen und auf diese Weise bereits erste sportliche Erfolge verbuchen.

Sportfreunde Bordelum - Förderung in Höhe von 2.000,- EUR

Die Sportfreunde Bordelum bewegen sich mit dem Schwerpunkt ihrer Initiative in einem zentralen Themenfeld, dem Bildungsdreieck zwischen Kindertagesstätte, Schule und Verein. Um die Akteure vor Ort miteinander zu vernetzen, initiierte der Verein eine enge Kooperation mit den ortsansässigen Bildungseinrichtungen. So bieten die Sportfreunde bereits seit mehr als 15 Jahren eine Psychomotorik-Sportgruppe an, in deren Rahmen die Übungsleiterinnen und Übungsleiter eng mit dem örtlichen Kindergarten zusammenarbeiten. Seit einiger Zeit werden zusätzlich auch die Kinder aus der Offenen Ganztagsschule in diese Gruppe mit aufgenommen. In Zusammenarbeit mit dieser Schule werden außerdem unzählige Aktionen sowie verschiedene Ballspielangebote organisiert. Um die Vernetzung zwischen Sportverein und Bildungseinrichtungen weiter zu verfeinern, sind die Übungsleiterinnen und Übungsleiter zudem ehrenamtlich in der Schule tätig. Beispielsweise bieten sie eine Hausaufgabenhilfe sowie Ernährungskurse an und schaffen bedarfsgerechte Kursangebote, die wiederum dafür sorgen, dass den Kindern der Weg in den Sportverein geebnet wird. Damit die Kinder und Jugendlichen einen besseren Umgang mit eigenen Aggressionen und Wutgefühlen erlernen, bieten die Sportfreunde, gemeinsam mit der sozialraumorientierten Kinder- und Jugendarbeit, eine Box- und Fitnesseinheit an. Ebenso entwickelte man ein Kurssystem, um den jungen Menschen Selbstsicherheit zu vermitteln. Die in der Umgebung aufgenommenen Flüchtlinge und Asylbewerber integriert der Verein durch die enge Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen in die bestehenden Sportangebote und die örtliche Gemeinschaft. Grundsätzlich gestalten die Sportfreunde ihre Mitgliedsbeiträge für junge Menschen so moderat, dass auch Kindern aus sozial benachteiligten Familien die Teilnahme an den Angeboten möglich ist.

TSV Husum - Förderung in Höhe von 2.000,- EUR

Der TSV Husum verfolgt das Ziel der Inklusion von jungen Menschen mit geistigen und körperlichen Handicaps in den Vereinssport. Deshalb bietet der TSV, in Kooperation mit mehreren Partnern, eine Sportgruppe für Kinder und Jugendliche mit besonderen Bedürfnissen an. In deren Rahmen können autistische Kinder ihre motorischen Fähigkeiten in einem geschützten Bereich schulen und verbessern. Aufgeteilt in zwei Altersgruppen, erhalten die jungen Menschen die Möglichkeit, ein buntes Programm verschiedener Sportarten und Bewegungsspiele auszutesten, um auf diese Weise die Leidenschaft für den Sport auszuleben oder zu entdecken. Das Angebot unter dem Motto „Alle für einen – einer für alle“ wird von einer Sportlehrerin und mehreren Sozialpädagogen angeleitet. Die Freude und der Spaß an der Bewegung in einer Gruppe stehen dabei im Vordergrund. Zusätzlich wird den Kindern auch das Bewusstsein für Regeln und die Pflicht zu deren Einhaltung vermittelt. Außerdem stärkt man verschiedene Kompetenzen und Wahrnehmungen der jungen Menschen. Auf diese Weise lernen sie ihre Stärken und individuellen Möglichkeiten kennen, erleben den Teamgeist und können sich selbst reflektieren. Dabei versuchen die Übungsleiterinnen und Übungsleiter, die Kinder individuell zu fördern, sie zu motivieren und ihnen den Mut zur Erprobung neuer Dinge mit auf den Weg zu geben. Bislang konnten sich die Kinder und Jugendlichen mit individuellen Erfolgserlebnissen in bekannten und neuen Spielen, im kreativen Turnen und im Bereich der Koordinationsübungen ausprobieren. Ergänzend dazu dürfen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eigene Ideen mit einbringen und individuelle Ziele verfolgen. Mit der Inklusionssportgruppe wird der TSV dem erhöhten zeitlichen und pädagogischen Aufwand zur Unterstützung der Kinder gerecht und es ist die langfristige Zielsetzung des Vereins, die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer in ihr favorisiertes Regelsportangebot zu inkludieren.

TSV Silberstedt - Förderung in Höhe von 2.000,- EUR

Der TSV Silberstedt engagiert sich in seinem ländlichen Umfeld mit einem umfassend gestalteten Kinder- und Jugendsport-Konzept, das dem Motto „Wo wir sind ist Bewegung“ folgt. In diesem Zusammenhang ist es den Vereins- verantwortlichen besonders wichtig, alle jungen Menschen in der örtlichen Umgebung zu erreichen. Unabhängig davon, welche körperlichen und geistigen Fähigkeiten diese mitbringen oder aus welchem kulturellen oder sozialen Umfeld sie kommen. Auch eine Vereinsmitgliedschaft ist für Teilnahme an den vielfältigen Angeboten des TSV unerheblich. Gerade deshalb organisiert der Verein, ergänzend zu seinem umfangreichen Sparten- und Regelsportangebot, abwechslungsreiche Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche. Dabei erfreuen sich beispielsweise der wöchentlich stattfindende Jugendtreff oder das jährliche Kinderfaschingsfest immer größerer Beliebtheit. Um darüber hinaus allen Kindern und Jugendlichen bewegte und sportlich aktive Ferien zu ermöglichen, veranstaltet der TSV Silberstedt mehrere Freizeiten. Das Pfingstzeltlager, das „Kleine Klecks Lager“ sowie eine Freizeit zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel, die allesamt von ehrenamtlich engagierten Jugendlichen organisiert werden, locken viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer an. Auch bei der Organisation und Durchführung von ortsübergreifenden Festen und Veranstaltungen übernimmt der TSV Silberstedt die Federführung. So veranstaltet der Verein regelmäßig ein gemeinsames Leichtathletik-Sportfest für die Gemeinden des Amtes Arensharde. In dessen Rahmen dürfen die jungen Menschen als Vertreterinnen und Vertreter ihres Dorfes antreten. Über diesen Weg finden viele Kinder einen direkten Zugang in den Sportverein. Außerdem organisiert der TSV, in Kooperation mit dem DRK-Ortsverein sowie der Freiwilligen Feuerwehr, ein jährliches Dorf- und Vereinssportfest. Dabei werden unzählige Mitmachaktionen und diverse Sportangebote für Kinder und Jugendliche sowie deren Familien ermöglicht und präsentiert.

Alle Informationen zum Förderpreis 2016:

Die Eckdaten

Preisgeld: Der Förderpreis „Kein Kind ohne Sport!“ ist mit insgesamt 5.000 Euro dotiert und wird in Teilbeträgen an die von der Jury ausgewählten Vereine und Verbände verliehen.

Bewerbungsschluss: Das Bewerbungsformular und die individuell von Euch zusammengestellten Anlagen müssen spätestens bis zum 31. August 2016 bei der Sportjugend Schleswig-Holstein eingereicht werden.

Förderpreis-Jury: Die Auswahl der Preisträger erfolgt durch eine Jury. Diese setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Sportjugend Schleswig-Holstein, der Partner und der Politik zusammen.

Preisverleihung: Der Förderpreis „Kein Kind ohne Sport!“ wird im November im Rahmen einer zentralen Veranstaltung verliehen.

Der Förderpreis 2016

In diesem Jahr geht der Förderpreis „Kein Kind ohne Sport!“ bereits in seine 5. Auflage. Wieder sollen die vielfältigen Ideen, Initiativen sowie Maßnahmen unserer Sportvereine und -verbände prämiert werden, die Kinder und Jugendliche zur aktiven Teilnahme am organisierten Sport begeistern. Dabei haben spezifische Maßnahmen kleinerer Vereine grundsätzlich dieselben Chancen auf eine Auszeichnung wie langfristig angelegte Gesamtprojekte von Großvereinen oder Verbänden.

Themenvielfalt: Unter dem Motto „Vielfalt im Sport!“ widmet sich unser Förderpreis im Jahr 2016 insbesondere der Bewältigung jeglicher Zugangshürden. Unabhängig davon, welcher Thematik sich ein Verein oder Verband angenommen hat, sollte das Ziel sein, Kindern und Jugendlichen die Teilnahme am Sport zu ermöglichen. So können die Bewerbungen zum Beispiel inklusive Maßnahmen, integrative Initiativen oder Ideen zugunsten finanziell bedürftiger junger Menschen darstellen.

Fördersumme: Die Sportjugend Schleswig-Holstein und ihre Partner, die Autokraft GmbH und die Firmengruppe Hugo Hamann, Heinr. Hünicke und Jacob Erichsen, loben im Rahmen des Förderpreises 2016 eine Gesamtsumme von 5.000 Euro an mehrere Bewerber aus.

Das Engagement

Engagierte Vereine und Verbände sollen auch in diesem Jahr mit dem Förderpreis „Kein Kind ohne Sport!“ unterstützt werden.

Fokus: Vor allem zählt die Idee des Projektes sowie die wirkungsvolle Ansprache und Einbindung möglichst vieler Teilnehmer. Deshalb sollten sich neben den langjährig aktiven auch jene Vereine und Verbände um den Förderpreis bewerben, deren Aktionen, Ideen oder Maßnahmen sich noch in der Aufbau- oder Startphase befinden.

Überzeugung: Jedes Engagement ist wichtig, kein Engagement ist selbstverständlich. Sendet uns eine interessante Bewerbung und überzeugt die Jury von Eurem Engagement!

Die Bewerbung

Bewerben könnt Ihr Euch mit Hilfe eines Formblattes, welches auf dieser Seite zum Download bereitgestellt ist. Sehr gerne dürfen der Bewerbung anschauliche und aussagekräftige Anlagen beigefügt werden.

Wichtiger Hinweis: Das auf dem Bewerbungsformular „Kurzbeschreibung“ genannte Feld sollte möglichst informativ und konkret ausgefüllt werden. Denn es dient der Jury dazu, sich einen ersten Überblick über die Bewerbungen zu verschaffen. Die formulierte Kurzbeschreibung kann dann in der Anlage weiter konkretisiert werden.

Mögliche Bewerbungsanlagen:

• Beschreibung der Initiative/Maßnahme
• Berichte
• Broschüren und Vereinszeitungen
• Zeitungsartikel/Presseberichte
• weitere aussagekräftige Unterlagen

Selbstverständlich kann die Bewerbung auch in digitaler Form an uns übersendet werden.

Bitte achtet darauf, dass Ihr das Bewerbungsblatt vollständig ausgefüllt einreicht.

Kontakt

Klaus Rienecker
Referent
Tel.: 0431 6486-208

Kontakt

Manuela Jankowicz
Tel.: 0431-6486-218 

Partner

Partner

Die Gesamtinitiative "Kein Kind ohne Sport!" wird gefördert durch die Schleswig-Holstein Netz AG und viele weitere Unterstützer.


   Seite drucken     
  
Jetzt bookmarken: facebook.com  twitter.com  xing.de